22.06.2022

Turning Torso, Malmö: Aufzugsmodernisierung in einer Ikone der modernen Architektur

Über 15 Jahre nach seinem Bau ist der Turning Torso in Malmö, Schweden, als erster gedrehter Turm der Welt immer noch ein äußerst einflussreiches Gebäude. Wir werfen einen Blick auf das ikonische Bauwerk!

Eine Ikone der modernen Architektur

Der Turning Torso, ein gewundener Wolkenkratzer in Malmö, Schweden, ist ein mehrfach preisgekröntes Gebäude, das vom spanischen Architekten, Bauingenieur, Bildhauer und Maler Santiago Calatrava entworfen wurde. Nahezu jedes von Santiago Calatrava entworfene Bauwerk ist ein Kunstwerk – eine Skulptur im großen Maßstab. Ob es sich um eine seiner charakteristischen Hängebrücken, ein Museum oder einen Wolkenkratzer handelt – jedes von ihm entworfene Bauwerk ist es wert, angesehen und bewundert zu werden. „Ich habe versucht, mich der Grenze zwischen Architektur und Skulptur anzunähern und die Architektur als Kunst zu verstehen“, sagt Calatrava.

Das gilt auch für den Turning Torso in Malmö. Das Design wurde durch eine von Santiago Calatrava selbst geschaffene Skulptur eines sich drehenden menschlichen Torsos inspiriert. Es überrascht nicht, dass er seine Herangehensweise an die Architektur eher als eine Kunst als als eine Wissenschaft bezeichnet. Das Gebäude begründete weltweit einen Trend zu gedrehten Türmen.

Doch auch Ikonen der modernen Architektur brauchen ab und an eine kleine Modernisierung. Hier kam TK Elevator ins Spiel und sorgte dafür, dass die Aufzüge nicht nur besser aussehen, sondern auch effizienter und langlebiger sind – und sich dabei nahtlos in das Gebäude einfügen, ohne das ursprüngliche Konzept der Innenarchitektur zu stören.

Turning Torso, Malmö, Schweden

Turning Torso, Malmö, Schweden

Turning Torso, Malmö, Schweden

Der Turning Torso ist, wie bereits erwähnt, eine abstrakte Darstellung des menschlichen Körpers und besteht aus neun Würfeln, die sich elegant um einen geraden Gebäudekern winden. Entlang der Ecken der Kuben verläuft ein Stahlrahmen, wodurch das Bild einer Wirbelsäule mit Rippen entsteht. Jeder Kubus besteht aus fünf Etagen und bietet ca. 2.000 Quadratmeter Fläche. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 2005 ist der Turning Torso mit 190 Metern Höhe das höchste Wohngebäude in Schweden und das zweithöchste Wohngebäude in Europa.

Das Gebäude gilt als Initialzündung, die zu einer langen Reihe von weiteren gedrehten Türmen auf der ganzen Welt führte. Das ist einer der Gründe, warum der Council on Tall Buildings and Urban Habitat (CTBUH) es in seine Liste der 50 einflussreichsten Hochhäuser der letzten 50 Jahre aufnahm: „Er gilt weithin als der erste ‚gedrehte‘ Wolkenkratzer und inspirierte unzählige andere Entwürfe. Sein exoskelettartiger Rahmen verweist symbolisch auf die Werftbrücken, die es in der Vergangenheit in Malmö gab, weist aber zugleich in eine fortschrittliche Zukunft und ist zu einem Symbol Schwedens geworden, das auf einer Seite der Reisepässe seiner Bürger zu sehen ist.“

Dieser anhaltende Trend des Twists brachte ihm 2015 sogar den 10-Jahres-Preis des CTBUH ein. Laut Vincent Tse, CTBUH-Treuhänder, hat das „ikonische, erstaunliche und inspirierende“ Gebäude mehr als 30 weitere Türme inspiriert, die sich in die Höhe schrauben. „Wenn wir auf die Innovationen des letzten Jahrzehnts zurückblicken, hatten nur wenige eine so anhaltende Kraft und einen so großen Einfluss wie der Turning Torso.“

Timothy Johnson, Partner, NBBJ, und ehemaliger Vorsitzender und Treuhänder, Council on Tall Buildings and Urban Habitat fügt hinzu: „Der Turning Torso ist eines dieser herausragenden Beispiele, die über die Schaffung eines charakteristischen Turms hinausgehen und dazu beigetragen haben, ein völlig neues und belebendes Stadtgefüge zu schaffen.“

Aufgabe: Digitale Modernisierung von drei Aufzügen im Wohngebäude

TK Elevator wurde mit der Modernisierung und Digitalisierung der Aufzüge im Wohngebäude beauftragt, um das Benutzererlebnis durch eine intelligente Zielsteuerung zu verbessern. Aber es gab einen kleinen Haken: Die Mieter durften durch die Arbeiten nicht gestört werden.

Das Projekt-Team erklärt: „Der Turning Torso hat insgesamt 5 Aufzüge. Zwei davon sind für die Büroräume in den ersten beiden ‘Kuben’ des Turms reserviert und verfügen über einen separaten Eingang. Wir haben an den drei Aufzügen für den Wohnbereich gearbeitet – den einzigen, die bis ganz nach oben reichen. Um es den Bewohnern leichter zu machen, schalten wir immer nur einen Aufzug ab. Da diese Aufzüge jedoch als Gruppe betrieben werden, war es nicht immer einfach, die Einheiten auszuschalten. Dadurch steigen die Anforderungen an die übrigen Einheiten, die in Betrieb sind. Dennoch wollten wir die Nutzer im Auge behalten und sicherstellen, dass ihnen während des gesamten Modernisierungsprozesses keine übermäßigen Unannehmlichkeiten entstehen.“

Vorteile der Aufzugsmodernisierung im Turning Torso

Wie auf den Vorher-Nachher-Bildern zu sehen ist, erhielten die Aufzüge sowohl innen als auch außen ein moderneres und schickeres Aussehen. Zusätzlich sind sie viel effizienter und sicherer dank AGILE – Destination Control, dem Zielwahlsteuerungssystem von TK Elevator. Das System sorgt für ein modernes Erscheinungsbild: Alle Etagentasten wurden in den Aufzügen abgedeckt, bleiben aber für Rettungskräfte unter einer Platte erreichbar. Das Projekt-Team erklärt: „Wir haben nur drei Knöpfe in den Aufzügen: öffnen, schließen und Notruf.“

Aber wie kommen die Mieter an ihr Ziel, wenn es keine Ruftasten gibt? Hier kommt AGILE – Destination Control ins Spiel.

Aufzugsmodernisierung im Turning Torso: vorher und nachher

Aufzugsmodernisierung im Turning Torso: vorher und nachher

Aufzugsmodernisierung im Turning Torso: vorher und nachher

„Aufzugsverbesserer“ heben Aufzüge auf die nächste Stufe

Die Aufzüge im Turning Torso sind bereits mehr als 15 Jahre alt, aber sie verfügen jetzt über eine der modernsten digitalen Aufzugstechnologien: ein Zielwahlsteuerungssystem. Das Projekt-Team erklärt: „Mit AGILE – Destination Control werden die Wartezeiten für Benutzer verkürzt. In der Aufzugslobby wählen sie auf einem Touchscreen ihr Zielstockwerk aus, und AGILE berechnet dann, welcher Aufzug Sie am schnellsten dorthin bringt. Auf dem Touchscreen sehen sie dann, welchen Aufzug sie nehmen müssen. Im Aufzug gibt es keine Zielwahltasten, aber der Bildschirm zeigt die nächste Haltestelle an.“

Vorbei sind die Zeiten des langen Wartens, und die Mieter werden nicht mehr vor Aufzügen stehen, die bereits voll besetzt sind. Wer die Umstellung auf digitale Technik, wie den Wechsel von Ruftasten zur Zielwahlsteuerung miterlebt hat, wird verstehen, warum diese Systeme oft als „Aufzugsverbesserer“ bezeichnet werden.

Diese relativ einfache Aufrüstung kann bis zu 30 % mehr Verkehrsabfertigungskapazität und 25 % weniger Fahrzeit für Aufzüge bringen und vermeidet die Überfüllung der Aufzüge. Die Nutzer haben mit nur einem Tastendruck Zugang zu ihren Zielen, und Sicherheitsprotokolle regeln, wer wohin fahren darf. Die Touchscreens können sogar so programmiert werden, dass sie personalisierte Nachrichten anzeigen. AGILE ist ein umfassendes Portfolio digitaler Lösungen, die die persönliche Mobilität verändern und das ultimative Mobilitätserlebnis schaffen sollen.

Modernisieren und aufrüsten oder entfernen und ersetzen?

Eine Möglichkeit zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks von Gebäuden – sowie zur Verringerung des von ihnen erzeugten Abfalls – besteht darin, dem Ethos „Erhalten, Modernisieren und Verlängern der Nutzungsdauer“ zu folgen. Insbesondere bei wichtigen technischen Komponenten von Gebäuden wie Aufzügen ist die Verlängerung der Lebensdauer bestehender Aufzüge in den meisten Fällen die umweltfreundlichste Lösung, da bei der Modernisierung weniger Abfall anfällt als beim Austausch.

Auch ältere Gebäude sollten modernisiert und nicht abgerissen werden. Und das nicht nur, weil es die umweltfreundlichere Wahl ist (was schon Grund genug ist). Diese Gebäude sind Teil der Kultur unserer Städte. Wenn sie ihren ursprünglichen Zweck überdauern, sollte eine adaptive Wiederverwendung in Betracht gezogen werden, um das architektonische Erbe einer Stadt zu erhalten.

In Malmö: Ein ästhetisch ansprechendes und effizientes Ergebnis

Obwohl die Aufzüge im Turning Torso über 15 Jahre alt sind, hat sich ihre Lebensdauer mindestens verdoppelt. Das Projekt-Team sagt: „Nach der Inbetriebnahme der modernisierten Aufzüge haben wir im ersten Monat mehr als 60.000 Anläufe pro Aufzug ohne einen einzigen Fehler gezählt. Da TK Elevator hochwertige Produkte anbietet, sind wir uns sicher, dass die Aufzüge länger als die nächsten 15 Jahre halten werden.“

Mit zunehmender Digitalisierung werden immer mehr Aufzüge mit digitalen Services aufgerüstet, um eine verbesserte Effizienz und Wartung zu erreichen.